Der Test verbessert den Prozess.
Tests zeigen, wie ein Prozess wirklich läuft. Weicht ein Testfall vom Modell ab, erkennt TAOM das – und fragt: im Prozess vergessen, eine Variante oder nur ein Testweg?
Aus der Antwort entsteht eine neue Modellversion. Der Prozessverantwortliche (GPO) gibt sie frei. Erst dann gilt sie – und Schulung und Dokumentation erfahren davon.
Aus Testabläufen entstehen automatisch neue oder optimierte BPMN-Prozessmodelle.
Klicken Sie sich durch: vom freigegebenen Modell über den geänderten Testablauf zum angepassten Modell – als Entwurf, bis der Prozessverantwortliche freigibt.
Vom Testlauf zum besseren Modell
Wer testet, findet Lücken im Prozess. Bisher landen sie in einem Protokoll, in einem Meeting und irgendwann vielleicht im Modell. In TAOM entsteht daraus direkt ein Vorschlag am richtigen Schritt.
Was TAOM von selbst bemerkt
Niemand muss eine Abweichung melden. Der Tester kann zusätzlich von Hand „passt nicht zum Modell“ setzen.
| Auslöser im Test | Woran TAOM es erkennt |
|---|---|
| E2E-Testfall: Station eingefügt | Station ohne Schritt oder ohne Verbindung im Pfad des Modells |
| E2E-Testfall: Reihenfolge geändert | Reihenfolge der Stationen weicht vom Pfad im Modell ab |
| E2E-Testfall: Station entfernt | Pflichtschritt im Modell ohne Station |
| Schritt im Modell gelöscht oder verschoben | Kennung des Testfalls zeigt ins Leere |
| Testlauf „bestanden mit Abweichungen“ | Vermerk des Testers an der Station |
| Excel-Upload mit neuen Testfällen | Zeilen ohne Kennung eines Modellschritts |
Liegt die Abweichung in einem verknüpften Modell, schlägt TAOM den Ort dort vor – der Entwurf entsteht im betroffenen Modell.
Eine Frage, drei Antworten
Wurde der Schritt im Prozess vergessen, gilt er nur unter einer Bedingung, oder gehört er gar nicht zum Prozess? Das weiss nur, wer den Prozess kennt. TAOM stellt die Frage – und setzt die Antwort um.
Im Prozess vergessen
Der Schritt gehört immer dazu.
- Neue Entwurfsversion mit dem Schritt an der richtigen Stelle
- Name, Rolle und System kommen aus dem Testfall
- Rolle passend zur RACI-Matrix
Prozessvariante
Der Schritt gilt nur unter einer Bedingung.
- Je Fall wählbar: Verzweigung mit Bedingung im selben Modell
- oder ein eigenes Variantenmodell mit Verweis
- Beides als Entwurfsversion
Nur Testweg
Testvorbereitung oder Umgehung, kein Teil des Prozesses.
- Modell bleibt unverändert
- Testfall wird markiert
- Im Reporting nachvollziehbar
Entscheiden dürfen auch reine Prüfer mit der Zusatzlizenz – es entsteht ja nur ein Entwurf. Freigeben darf nur, wer laut Feldsteuerung freigeben darf.
Neue Version – und wer sie freigibt
Jede Modellversion hat einen Status. Gültig ist immer die letzte freigegebene. Testläufe, Testnachweis und Benutzerhandbuch nennen die Version und ihren Status.
Gesteuert über die Feldsteuerung
Wer freigeben darf, legt der Kunde selbst fest – mit den Rollen aus der Projektorganisation.
- Feld „Modellversion freigeben“ – Vorlage: GPO und Verwalter
- Regel „Vier-Augen bei Modellversionen“: erzwingen (Vorlage) oder nur protokollieren – dann mit Vermerk „ohne zweite Person freigegeben“
- Ohne GPO am Modell gibt eine andere Rolle mit Freigaberecht frei; das Modell fordert auf, einen GPO zu benennen
Freigabe und Ablehnung stehen mit Kennung der Person, Zeitpunkt und Kommentar im Verlauf und im Herkunftssiegel.
Excel: Testfälle hin und zurück
Fachbereiche schreiben Testfälle oft lieber in Excel. Das geht – ohne dass der Bezug zum Prozess verloren geht.
Aus dem Testplan wird ein Modell
Gibt es zu den Testfällen noch gar kein Modell, entsteht es aus dem Testplan – an der Ebene im Unternehmensmodell, die der Benutzer zuordnet.
Mit KI-Anbindung
Webuser, Webuser Pro, Enterprise mit Agenten-Anbindung.
- Der KI-Agent baut das Modell wie gewohnt
- Mit EU-KI-Zeichen (KI-Herkunft)
- Entwurf – der GPO gibt frei (Human in the Loop)
Ohne KI-Anbindung
Zum Beispiel Enterprise ohne Agenten-Anbindung.
- Ein Shape je Testschritt, eine Bahn je Rolle
- Der Editor verbindet die Shapes in der Reihenfolge der Excel-Zeilen
- Verzweigungen, Ereignisse und Systeme ergänzt der Benutzer – dann Freigabe durch den GPO
Nach der Freigabe erfahren es alle
Ein geänderter Prozess braucht oft eine geänderte Schulung und Dokumentation. TAOM stösst das an.
Was eine Abweichung heute kostet – eine Modellrechnung
Ohne Werkzeug wird eine Abweichung gesucht, besprochen, nachmodelliert, freigegeben und weitergegeben – von mehreren Personen.
Modellrechnung, keine Messung. Alle Zeiten in dieser Tabelle sind Annahmen für einen typischen Fall. Sie zeigen den möglichen Nutzen – nicht eine gemessene Verbesserung. Den tatsächlichen Aufwand erfassen Sie in TAOM als Ist-Zeiten in den Projektzeiten; dann steht der gemessene Wert neben der Annahme.
| Tätigkeit je Abweichung | heute (Annahme) | mit TAOM (Annahme) | warum |
|---|---|---|---|
| Abweichung aus Testprotokollen herauslesen | 0,5 h | 0 h | TAOM erkennt sie selbst |
| Abstimmen: vergessen, Variante oder Testweg (3 Personen à 1 h) | 3,0 h | 1,0 h | Fall liegt mit Testfall und Modell vor; meist reichen zwei Personen |
| Modell nachziehen | 1,0 h | 0,1 h | Entwurf entsteht aus dem Testfall |
| Freigabe einholen und dokumentieren | 1,0 h | 0,1 h | Freigabe am Modell, Vermerk automatisch |
| Schulung und Dokumentation anstossen | 0,5 h | 0 h | Vorgang oder Karte entsteht automatisch |
| Je Abweichung | 6,0 h | 1,2 h | rund 80 % weniger |
| 30 Abweichungen in einem Testzyklus | 180 h | 36 h | rund 144 Personenstunden weniger |
Modellrechnung mit Annahmen, keine Messung. Sie hängt davon ab, wie sauber der Prozess vorher beschrieben war.
Kurz beantwortet
Muss der Tester Abweichungen melden?
Nein. TAOM vergleicht den Testfall mit dem Pfad im Modell. Von Hand „passt nicht zum Modell“ setzen geht zusätzlich.
Ändert ein Tester damit das Modell?
Nein. Es entsteht nur ein Entwurf. Gültig wird er erst mit der Freigabe durch den GPO oder eine andere Rolle mit Freigaberecht.
Was passiert bei einer Ablehnung?
Die Version bekommt den Status abgelehnt und bleibt im Verlauf sichtbar. Das gilt auch für ein Modell oder eine Variante, die aus dem Reengineering entstanden ist. Der Testfall bleibt offen mit „abgelehnt – Testfall anpassen“.
Kann der Ersteller selbst freigeben?
In der Vorlage nicht (Vier-Augen-Prinzip). Der Verwalter kann die Regel „Vier-Augen bei Modellversionen“ auf „nur protokollieren“ stellen – dann steht „ohne zweite Person freigegeben“ in Verlauf und Herkunftssiegel.
Welche Lizenz brauche ich?
Das Reengineering ist Teil der Zusatzlizenz Prüfung und Test – siehe Lizenzstruktur.
Kann ich Testergebnisse per Excel zurückspielen?
Nein. Durchführung und Ergebnis bleiben in TAOM, damit Bildschirmfoto, Nachweis und Vier-Augen-Prinzip zusammenpassen.
Testen und verbessern in einem Zug.
Prozess-Reengineering ist Teil der Zusatzlizenz Prüfung und Test – je prüfender Person, eigene Laufzeit, getrennt kündbar.