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TAOM™ Anforderungsanalyse

Lösung · Anforderungsanalyse

Anforderungen verlieren im Projekt ihren Grund. Das ist das eigentliche Problem.

Sie entstehen im Workshop, landen in einer Liste, wandern ins Ticketsystem – und irgendwann weiss niemand mehr, welcher fachliche Bedarf dahinterstand. TAOM hält die Verbindung zum Prozessschritt, zur Rolle und zum System, aus dem die Anforderung stammt.

Verfeinerung

Eine Anforderung wird nicht geschrieben, sie wird verfeinert

Zwischen „wir brauchen eine Prüfung» und einem gebauten Feld liegen acht Stufen. Der Streit im Projekt entsteht selten am Inhalt, sondern dort, wo unklar ist, wer die nächste Stufe verantwortet.

Vom Prozessschritt über fachliche und funktionale Anforderung, Systemkontext, Entwicklungsobjekt und Spezifikationen bis zum Lieferobjekt, mit der jeweils zuständigen Rolle.

Der Nutzen

Die Frage, die zwei Jahre später kommt

Irgendwann fragt jemand, warum es ein bestimmtes Feld gibt, ob eine Prüfung noch nötig ist oder was passiert, wenn man eine Erweiterung entfernt.

Von einem Feld im System rückwärts über Lieferobjekt, Anforderung und Prozessschritt bis zum Geschäftsziel.

Woran eine Anforderung hängt

Sechs Bezüge, die erhalten bleiben

Prozess

In welchem Ablauf sie gebraucht wird.

Aktivität

An welchem Schritt genau sie aufkam.

Rolle

Wer sie braucht und wer sie verantwortet.

System

Welche Anwendung sie erfüllen muss.

Geschäftsziel

Worauf sie einzahlt.

Entwicklungskontext

Was daraus gebaut wird – bis zur WRICEF-Einteilung.

Das ist der Unterschied zu einer Anforderungsliste: Eine Tabelle kennt Nummer, Titel und Priorität. Ein verbundenes Modell kennt zusätzlich die Herkunft – und beantwortet damit Fragen, die eine Tabelle nicht beantworten kann.

Woher sie kommen

Die meisten Anforderungen sind Befunde aus der Erhebung

Was im Workshop auffällt

  • 01Fehlende SystemfunktionenWas das System nicht kann und deshalb umgangen wird.
  • 02BehelfslösungenDie Tabelle neben dem System, ohne die es nicht läuft.
  • 03SchnittstellenlückenDaten, die von Hand übertragen werden.
  • 04Auflagen und NachweiseWas jemand nebenbei erfüllt, ohne dass es dokumentiert ist.
  • 05DatenproblemeFelder, denen niemand traut.

Kein Medienbruch dazwischen

Diese Befunde entstehen bei der Prozesserkennung – und bleiben an dem Schritt hängen, an dem sie aufgekommen sind.

Erhebung → Befund → Anforderung → Umsetzung ist damit ein Vorgang und nicht die Übergabe zwischen zwei Werkzeugen.

Was daraus entsteht

Bis zur Abnahme durchgezogen

  • 01Fachliche AnforderungenWas das Geschäft braucht, in der Sprache des Geschäfts.
  • 02Funktionale AnforderungenWas das System dafür leisten muss.
  • 03WRICEF-ObjekteWorkflow, Report, Interface, Conversion, Enhancement, Form.
  • 04Fach- und technische SpezifikationenVerhalten und Umsetzung, beide am selben Bezug.
  • 05User StoriesFür Teams, die so arbeiten – mit demselben Ursprung.
  • 06AbnahmekriterienWoran gemessen wird, ob es erfüllt ist.
Zur Anbindung, offen gesagt: Vorgangsart, Priorität, Status, Komponente, Version und Zuständigkeit liegen am Element und werden mitgespeichert – das ist die Vorbereitung der Übergabe an Jira. Eine laufende Synchronisation gibt es derzeit nicht. Details unter Integrationen.

Typische Anlässe

Wo das eingesetzt wird

  • 01TransformationsvorhabenWenn viele Anforderungen gleichzeitig entstehen und schnell den Bezug verlieren.
  • 02Fit-to-Standard-NachbereitungAus jeder Lücke wird eine Anforderung mit Begründung.
  • 03Ablösung von AltsystemenHerausfinden, welche Eigenheiten fachlich nötig sind und welche nur historisch.
  • 04AuditvorbereitungBelegen, warum eine Kontrolle existiert und wo sie wirkt.
  • 05Übergabe an die UmsetzungSpezifikationen, die den fachlichen Grund mitliefern.
  • 06Test und AbnahmeGeprüft wird gegen den Bedarf, nicht nur gegen das Dokument.

Anfangen

Mit einer Anforderung, die gerade strittig ist

Nehmen Sie eine, bei der niemand mehr genau sagen kann, warum sie so lautet. Hängen Sie sie an den Prozessschritt, aus dem sie stammt – und sehen Sie, wie viel klarer die Diskussion danach ist.