Steuerung ist kein Ordner. Sie gehört an die Stelle, an der sie gilt.
Kontrollen, Nachweise und Freigaben liegen in den meisten Häusern neben dem Prozess – in Matrizen, Verfahrensanweisungen und Ablagen. Im Modell hängen sie an dem Schritt, den sie betreffen – und werden damit prüfbar, statt nur dokumentiert zu sein.
Der Unterschied
Dieselbe Kontrolle, zwei Auditgespräche
Die Frage im Audit lautet selten „habt ihr eine Kontrolle?». Sie lautet „wo wirkt sie, wer hat sie geprüft und woran sehe ich das?».

Der Ablauf
Von der KI-Erzeugung zum geregelten Artefakt
Sieben Stationen, drei davon beim Menschen. Was erzeugt wurde, ist damit noch lange nicht freigegeben – und das ist der Punkt.
- KI-Erzeugung
- Herkunft
- Menschliche Prüfung
- Validierung
- Freigabe
- Versionierung
- Geregeltes Artefakt
Was das Werkzeug beisteuert
Das signierte Herkunftssiegel unterscheidet erzeugt von bearbeitet und behauptet bei importierten Fremddateien keine Herkunft, die es nicht gibt.
Details unter Herkunft und Qualitätssiegel.
Was Menschen beisteuern
Prüfung, Validierung und Freigabe. Diese drei Schritte sind nicht automatisierbar, weil sie Verantwortung tragen – nicht, weil die Technik fehlt.
Wie weit die Beteiligung gehen muss, hängt an Aufgabe und Risiko, nicht an einer pauschalen Regel.
Was verbunden wird
Auflagen hängen an Objekten, nicht an Kapiteln
Prozesse
Welcher Ablauf einer Auflage unterliegt.
Anforderungen
Was erfüllt sein muss, damit sie greift.
Systeme
Wo die Kontrolle technisch wirkt.
Entscheidungen
Wer was entschieden hat und wann.
KI-Agenten
Welche digitale Rolle beteiligt war.
Artefakte
Woran der Nachweis hängt.
Transparenz bei KI
Die Beteiligung der KI wird benannt, nicht verschwiegen
Was am Artefakt steht
- 01Quelle und Zeitstempel
- 02TAOM-Version
- 03KI-Kennzeichen: erzeugt oder bearbeitet
- 04Verarbeitungsverlauf
- 05Lizenzstatus
Warum das mehr ist als eine Fussnote
Die EU-KI-Verordnung verlangt Nachvollziehbarkeit dort, wo KI an Entscheidungen mitwirkt. Ein Vermerk in einer Präsentation erfüllt das nicht – eine signierte Angabe am Artefakt kommt der Sache deutlich näher.
Wir behaupten keine Zertifizierung, wo keine ist: Was heute im Einsatz ist und was noch entsteht, steht offen auf der Seite Zertifizierung.
Typische Anlässe
Wo das gebraucht wird
- 01Regulierte FertigungGxP-Umfelder, in denen jede Freigabe belegt sein muss.
- 02AuditvorbereitungBelegen, wo eine Kontrolle wirkt und wer sie geprüft hat.
- 03Einführung von KI im UnternehmenBevor die erste Revision nach Nachvollziehbarkeit fragt.
- 04Internes KontrollsystemKontrollen am Prozess statt in einer Parallelwelt.
- 05Datenschutz und SicherheitWelche Schritte welche Daten berühren.
- 06FreigabeprozesseWer freigibt, in welcher Reihenfolge und woran man es sieht.
Anfangen
Mit einer Kontrolle, die Sie ohnehin nachweisen müssen
Nehmen Sie eine Auflage aus dem laufenden Betrieb, hängen Sie sie an den Prozessschritt, für den sie gilt, und ergänzen Sie Nachweis und Freigabe. Danach ist die Frage „wo wirkt das?» in Sekunden beantwortet.
Governance wird prüfbar, wenn sie am Schritt hängt
Regeln in einem Dokument sind eine Absichtserklärung. Am Prozessschritt hinterlegt, werden sie zur Frage: Welche Schritte sind prüfpflichtig ohne Testfall? Wo steht ein Risiko ohne Kontrolle? Was ist KI-erzeugt und noch nicht freigegeben?
Im TAOM-Framework: MGT-09 – die Methodik hinter dieser Funktion.