Merkmalsverzeichnis
Wo überall wird diese Transaktion verwendet?
Nicht in einem Diagramm – in allen. Ein System soll abgelöst werden. Eine Rolle wird neu zugeschnitten. Ein Prüfer fragt nach dem Nachweis. Die Frage lautet dann nicht „wie läuft dieser Prozess“ – sondern wo überall taucht das auf.
Das Problem
Ein Diagramm kann man lesen, aber nicht fragen
In den meisten Werkzeugen ist ein Prozessmodell ein Bild. Was darin steht, steht im Bild – nicht in einer Struktur, die Antworten gibt. Bei dreissig Modellen heisst das: jede Datei einzeln öffnen, und beim nächsten Mal wieder.
Wo steht diese Transaktion?
Verteilt über Modelle, Bereiche und Jahre – auffindbar nur, wer alle kennt.
Wo fehlt der Nachweis?
Prüfpflichtig, aber ohne Testfall. Risiko benannt, aber keine Kontrolle.
Die Antwort
Eine Frage, alle Modelle des Unternehmens
TAOM führt die Angaben am Prozessschritt selbst: Rolle, System, Transaktion, Prüfpflicht, Risiko, Kontrolle, Testfall, Herkunft, Freigabestand. Gesucht wird nicht in der geöffneten Datei, sondern über den gesamten Bestand – dreissig Modelle, zwölf Abteilungen, drei Jahre Arbeit, eine Antwort.
Ein Begriff, drei Modelle, drei Bereiche – ohne eine einzige Datei zu öffnen.
Der Unterschied
Was fehlt, ist die wertvollere Frage
Eine gewöhnliche Suche findet, was da ist. Die Fragen, die vor einer Prüfung zählen, zielen auf das Gegenteil – und sie sind nur beantwortbar, weil die Angaben am Schritt stehen.
Prüfpflichtig, ohne Testfall
Der Schritt ist als prüfpflichtig markiert – der Nachweis fehlt.
Risiko ohne Kontrolle
Ein Risiko ist benannt, aber nichts sichert es ab.
KI-erzeugt, nicht freigegeben
Der Text stammt vom Agenten und hat niemanden passiert.
Nur in einer Sprache
Beschrieben, aber die zweite Fassung fehlt.
Schritt ohne Zuständigkeit
Ein Prozessschritt gehört zu keinem Bereich – also weiss niemand, wen eine Rückmeldung dazu erreichen soll. Die Frage läuft ins Leere, bevor sie jemanden erreicht.
Vom Befund zur Behebung: Zu jeder Frage gibt es eine Sammelaktion – Testfälle anlegen, Prüfpflicht setzen, fehlende Übersetzung nachfordern, für die ausgewählten Schritte in einem Zug. Ausgewählt, nicht automatisch: Einen Testfall zu benennen ist eine fachliche Aussage, keine Formalie.
Der Katalog
Dreizehn Fragen, die ein Bild nicht beantwortet
Keine Suchmaske, in die man sich hineindenken muss – fertige Fragen, in der Sprache derer, die sie stellen. Sieben zielen auf Lücken, sechs zeigen den Bestand. Und jede läuft wahlweise über ein Modell, die eigenen oder sämtliche Modelle des Unternehmens.
Was fehlt
- Prüfpflichtig, aber ohne TestfallDer Schritt muss geprüft werden – ein Testfall ist nicht hinterlegt.
- Risiko ohne KontrolleEin Risiko ist benannt, aber nichts sichert es ab.
- Prüfpflicht noch offenRisiken oder Testfälle stehen da – ob geprüft werden muss, hat niemand entschieden.
- KI-erzeugt, aber nicht freigegebenDer Inhalt stammt vom Agenten und hat niemanden passiert.
- Testfall ohne ErgebnisGeprüft werden sollte – ein Ergebnis liegt nicht vor.
- Prüfpflicht noch nicht entschiedenDer häufigste Ausgangspunkt in einem neuen Modell.
- Beschreibung nur in einer SpracheBeschrieben, aber die zweite Fassung fehlt.
Was vorhanden ist
- Alle prüfpflichtigen SchritteWas nach eigener Festlegung geprüft werden muss – mit und ohne Testfall.
- Alle Schritte mit RisikoWo ein Risiko benannt ist, abgesichert oder nicht.
- Alle Schritte mit KontrolleWo eine Kontrolle hinterlegt ist.
- Alle Schritte mit TestfallWo mindestens ein Testfall steht.
- Alle Schritte mit TestergebnisWo ein Ergebnis vorliegt – bestanden oder nicht.
- Ausdrücklich nicht prüfpflichtigGeprüft und für nicht pflichtig befunden – nicht zu verwechseln mit „noch offen».
Der Unterschied liegt im letzten Eintrag. „Ausdrücklich nicht prüfpflichtig» und „noch nicht entschieden» sehen in jeder Tabelle gleich aus – leer. In einer Prüfung sind es zwei völlig verschiedene Aussagen: eine getroffene Entscheidung und eine offene Frage. TAOM hält sie auseinander.
Gefunden – und dann?
Vom Treffer zum Vergleich – in einem Klick
Der Treffer liegt in einem Modell einer anderen Abteilung. In jedem anderen Werkzeug hiesse das: eigenes Modell schliessen, fremdes öffnen, hin- und herwechseln. TAOM öffnet es daneben – ein Klick aus der Trefferliste, links zur Ansicht, rechts der eigene Editor. Beide durchsuchbar, beide zoombar, nichts geht verloren.
Bearbeitet wird immer nur rechts. Zwei bearbeitbare Modelle hiessen zwei Speicherstände und die Frage, welches gemeint ist, wenn jemand speichert. Beide Seiten haben eigene Suche und eigenen Zoom; der Tausch macht das Gefundene mit einem Klick bearbeitbar.
Ehrlich gesagt
Was es nicht ist
Das Verzeichnis beantwortet Fragen über Modelle hinweg. Es ist keine Auswirkungsanalyse mit Abhängigkeitsbaum: Wer wissen will, welche Trainings eine Änderung auslöst, findet das heute nicht.
Zwei Suchen, zwei Aufgaben. Über alle Modelle hinweg wird nach Merkmalen gesucht – Rollen, Systemen, Transaktionen, Prüfständen. Im geöffneten Modell suchen Editor und Betrachter zusätzlich im Fliesstext der Beschreibungen. Das eine findet, wo etwas vorkommt; das andere, was dort steht.
Weiterverarbeiten
Die Antworten sind abrufbar
Was die Suche findet, lässt sich auch maschinell holen: Merkmale, Modelle und Treffer stehen über die Schnittstelle bereit – für eigene Auswertungen, Berichte oder ein Werkzeug daneben.
Woher das Wissen kommt
Das Gedächtnis hinter der Suche
Das Verzeichnis findet, was da ist. Woher es weiss, was es überhaupt gibt – Rollen, Aktivitäten, Bereiche mit ihrer Häufigkeit –, steht im Learning Model.