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RACI – wer entscheidet, wer wird gehört

Verantwortung

Wer entscheidet, wer arbeitet, wer wird gehört

Eine Organisation sagt, wo jemand steht. Sie sagt nicht, was er zu einer Sache beiträgt. Genau daran scheitern Rückfragen: Zehn Namen hängen an einem Bereich, und niemand weiss, wen man fragt.

TAOM verwendet dafür die vier Rollen, die jeder aus der RACI-Matrix kennt – nicht als Tabelle daneben, sondern am Menschen selbst, im Modell.

Aentscheidet

Trägt die Entscheidungsverantwortung. Für einen konkreten Entscheidungsgegenstand oder ein Arbeitsergebnis sollte genau eine Accountable-Verantwortung definiert sein – bekommen zehn dieselbe Frage, antwortet niemand.

Rführt aus

Macht die Arbeit. Oft mehrere, oft von aussen – Beratung oder freiberuflich.

Cwird gehört

Muss vor der Entscheidung eingebunden werden – kann widersprechen und beraten. Die Entscheidung bleibt beim Accountable. Welche Rolle wo steht, hängt vom Gegenstand ab: Ein Global Process Owner kann bei einer Streamentscheidung konsultiert sein und bei einer globalen Templateentscheidung selbst die Accountable-Verantwortung tragen.

Iwird unterrichtet

Erfährt es, entscheidet nicht mit. Eine Information lässt sich deshalb nicht bestätigen – nur widersprechen.

RACI wird auf eine Aktivität, ein Ergebnis oder einen Entscheidungsgegenstand bezogen – nicht starr auf eine Person. Dieselbe Rolle kann beim einen Gegenstand konsultiert und beim anderen verantwortlich sein. Genau deshalb hängt die Zuordnung in TAOM am Objekt und nicht an einem Namen in einer Liste.

Intern oder extern – die zweite Achse

Die Rolle sagt, welche Art von Beteiligung vorliegt. Sie sagt nicht, aus welchem Haus jemand kommt. Beides zusammen beantwortet erst die Frage, die sonst niemand stellt: Was passiert, wenn der Vertrag endet?

Im ModellRolle und Herkunft stehen an der Person – intern, Beratung oder freiberuflich, mit Firmennamen.
Im AlltagVerantwortung ausserhalb des Hauses ist möglich, etwa bei einer Stelle auf Zeit. TAOM trägt sie ein und weist darauf hin – eine Auskunft, keine Sperre.

Was daraus entsteht

Frage Antwort aus dem Modell
Wer bekommt eine Rückfrage aus Jira oder Confluence? Die Person mit dem A – nicht, wer zufällig als Nächstes den Editor öffnet.
Wer muss freigeben? Wer entscheidet, gibt frei. Wer konsultiert wird, muss vor der Entscheidung eingebunden werden – konsultiert heisst nicht genehmigungsberechtigt. Wer ausführt, bestätigt die Durchführung und übernimmt damit nicht die Entscheidungsverantwortung.
Wer nimmt die Tests ab? Key User, Prozessexperten und Testmanagement sind im Rollenkatalog als prüfend gekennzeichnet – die Testverantwortung muss nicht ein zweites Mal gepflegt werden.
Wer war vor sechs Monaten zuständig? Der Nachweis bleibt im Modell: wer, wann, durch wen ersetzt. In regulierten Umgebungen ist genau das die Frage der Prüfung.

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