Home / Prozess-Reengineering durch Testabläufe

Prozess-Reengineering durch Testabläufe

TAOM Process Studio · Zusatzlizenz Prüfung und Test

Der Test verbessert den Prozess.

Tests zeigen, wie ein Prozess wirklich läuft. Weicht ein Testfall vom Modell ab, erkennt TAOM das – und fragt: im Prozess vergessen, eine Variante oder nur ein Testweg?

Aus der Antwort entsteht eine neue Modellversion. Der Prozessverantwortliche (GPO) gibt sie frei. Erst dann gilt sie – und Schulung und Dokumentation erfahren davon.

automatischAbweichung erkannt – der Tester muss nichts melden
A · B · CEine Frage, drei Antworten: vergessen, Variante, Testweg
VersionNeuer Teil gestrichelt, bis der GPO freigibt
ExcelTestfälle herunter- und hochladen, mit Probelauf
In drei Schritten

Aus Testabläufen entstehen automatisch neue oder optimierte BPMN-Prozessmodelle.

Klicken Sie sich durch: vom freigegebenen Modell über den geänderten Testablauf zum angepassten Modell – als Entwurf, bis der Prozessverantwortliche freigibt.

→→
1 · BESTEHENDES PROZESSMODELL – VERSION 6, FREIGEGEBENEINKAUFBestellunganlegenBestellungfreigebenDer Prozess, wie er beschrieben und freigegeben ist.
2 · GEÄNDERTER TESTABLAUF – TESTFALL P2M-E2E-011Bestellung anlegen✓ Station im Modell2Lieferant freischalten⚠ kein Schritt im Modell3Bestellung freigeben✓ Station im ModellDer Tester ergänzt einen Schritt – TAOM erkennt die Abweichung selbst.
3 · AUTOMATISCH ANGEPASSTES BPMN-MODELL – VERSION 7, ENTWURFEINKAUFBestellunganlegenLieferantfreischaltenaus Testfall P2M-E2E-01 vorgeschlagenBestellungfreigebengilt nach Freigabe durch den GPODer Schritt steht gestrichelt im Modell – als neue Version, mit Herkunft.
So läuft es

Vom Testlauf zum besseren Modell

Wer testet, findet Lücken im Prozess. Bisher landen sie in einem Protokoll, in einem Meeting und irgendwann vielleicht im Modell. In TAOM entsteht daraus direkt ein Vorschlag am richtigen Schritt.

TestenEinzel- oder E2E-Testfall durchführen – wie gewohnt in TAOM.
Abweichung erkennenStation eingefügt, entfernt oder in anderer Reihenfolge: TAOM vergleicht mit dem Pfad im Modell.
EntscheidenA, B oder C – direkt am Fall, mit Testfall und Modell vor Augen.
EntwurfsversionDer neue Teil steht gestrichelt im Modell: „aus Testfall TF-… vorgeschlagen“.
Freigabe und MeldungDer GPO gibt frei (Vier-Augen-Prinzip). Danach ein Vorgang im Zielsystem (z. B. Jira) oder eine Karte im Kanal (z. B. Microsoft Teams).
MODELL P2M.01.02.04 · VERSION 7 · ENTWURF⚠ 1 offene AbweichungEinkaufBestellunganlegenLieferantfreischaltenBestellungfreigebenaus Testfall TF-0042 vorgeschlagenKIGültig bleibt Version 6 (freigegeben) – bis der GPO Version 7 freigibt oder ablehnt.
Schematische Darstellung: Der Schritt „Lieferant freischalten“ fehlte im Modell, stand aber im Testfall. Er erscheint gestrichelt, mit Herkunft und KI-Zeichen, wenn der KI-Agent formuliert hat.
Erkennen

Was TAOM von selbst bemerkt

Niemand muss eine Abweichung melden. Der Tester kann zusätzlich von Hand „passt nicht zum Modell“ setzen.

Auslöser im Test Woran TAOM es erkennt
E2E-Testfall: Station eingefügt Station ohne Schritt oder ohne Verbindung im Pfad des Modells
E2E-Testfall: Reihenfolge geändert Reihenfolge der Stationen weicht vom Pfad im Modell ab
E2E-Testfall: Station entfernt Pflichtschritt im Modell ohne Station
Schritt im Modell gelöscht oder verschoben Kennung des Testfalls zeigt ins Leere
Testlauf „bestanden mit Abweichungen“ Vermerk des Testers an der Station
Excel-Upload mit neuen Testfällen Zeilen ohne Kennung eines Modellschritts

Liegt die Abweichung in einem verknüpften Modell, schlägt TAOM den Ort dort vor – der Entwurf entsteht im betroffenen Modell.

Entscheiden

Eine Frage, drei Antworten

Wurde der Schritt im Prozess vergessen, gilt er nur unter einer Bedingung, oder gehört er gar nicht zum Prozess? Das weiss nur, wer den Prozess kennt. TAOM stellt die Frage – und setzt die Antwort um.

A

Im Prozess vergessen

Der Schritt gehört immer dazu.

  • Neue Entwurfsversion mit dem Schritt an der richtigen Stelle
  • Name, Rolle und System kommen aus dem Testfall
  • Rolle passend zur RACI-Matrix
B

Prozessvariante

Der Schritt gilt nur unter einer Bedingung.

  • Je Fall wählbar: Verzweigung mit Bedingung im selben Modell
  • oder ein eigenes Variantenmodell mit Verweis
  • Beides als Entwurfsversion
C

Nur Testweg

Testvorbereitung oder Umgehung, kein Teil des Prozesses.

  • Modell bleibt unverändert
  • Testfall wird markiert
  • Im Reporting nachvollziehbar

Entscheiden dürfen auch reine Prüfer mit der Zusatzlizenz – es entsteht ja nur ein Entwurf. Freigeben darf nur, wer laut Feldsteuerung freigeben darf.

Freigeben

Neue Version – und wer sie freigibt

Jede Modellversion hat einen Status. Gültig ist immer die letzte freigegebene. Testläufe, Testnachweis und Benutzerhandbuch nennen die Version und ihren Status.

EntwurfAngelegt, z. B. aus einer Testabweichung. Mehrere Entwürfe sind erlaubt; jeder zeigt, auf welcher freigegebenen Version er aufsetzt.
Zur FreigabeDer Ersteller reicht ein, der GPO wird benachrichtigt.
FreigegebenDie Strichelung verschwindet, die Version ist die gültige Soll-Fassung.
AbgelehntMit Begründung. Die Version bleibt im Verlauf sichtbar, wird aber nie gültig. Der Testfall bleibt offen: „abgelehnt – Testfall anpassen“.

Gesteuert über die Feldsteuerung

Wer freigeben darf, legt der Kunde selbst fest – mit den Rollen aus der Projektorganisation.

  • Feld „Modellversion freigeben“ – Vorlage: GPO und Verwalter
  • Regel „Vier-Augen bei Modellversionen“: erzwingen (Vorlage) oder nur protokollieren – dann mit Vermerk „ohne zweite Person freigegeben“
  • Ohne GPO am Modell gibt eine andere Rolle mit Freigaberecht frei; das Modell fordert auf, einen GPO zu benennen

Freigabe und Ablehnung stehen mit Kennung der Person, Zeitpunkt und Kommentar im Verlauf und im Herkunftssiegel.

Feldsteuerung – wer was darf →

Austauschen

Excel: Testfälle hin und zurück

Fachbereiche schreiben Testfälle oft lieber in Excel. Das geht – ohne dass der Bezug zum Prozess verloren geht.

Herunterladen je Modell und je TestplanMit gesperrten Kennungen, Ebene im Unternehmensmodell und einem Blatt mit allen Schritten zum Nachschlagen.
Erst prüfen, dann übernehmenDer Probelauf zeigt je Zeile: unverändert, geändert, neu, gelöscht oder Fehler. Er ändert nichts.
Neue Testfälle sind erlaubtSpätestens in der Prüfung ordnet der Benutzer ein Modell bzw. eine Ebene zu. Passt ein Testfall nicht zum Modell, folgt die Frage A, B oder C.
Referenz unveränderbar abgelegtDie hochgeladene Datei bekommt eine Kennung mit dem Knoten im Unternehmensmodell, z. B. TX-P2M.01.02.04-00001, und eine Prüfsumme SHA-256 – wie Testnachweis und Handbuch.
Ergebnisse bleiben in TAOMBestanden oder fehlgeschlagen geht nicht über Excel – wegen Bildschirmfotos, Nachweis und Vier-Augen-Prinzip.
Testfälle am Prozessschritt – die Grundlage, aus der Excel-Datei und Abweichung entstehen.
Neu modellieren

Aus dem Testplan wird ein Modell

Gibt es zu den Testfällen noch gar kein Modell, entsteht es aus dem Testplan – an der Ebene im Unternehmensmodell, die der Benutzer zuordnet.

KI

Mit KI-Anbindung

Webuser, Webuser Pro, Enterprise mit Agenten-Anbindung.

✎

Ohne KI-Anbindung

Zum Beispiel Enterprise ohne Agenten-Anbindung.

  • Ein Shape je Testschritt, eine Bahn je Rolle
  • Der Editor verbindet die Shapes in der Reihenfolge der Excel-Zeilen
  • Verzweigungen, Ereignisse und Systeme ergänzt der Benutzer – dann Freigabe durch den GPO
Weitergeben

Nach der Freigabe erfahren es alle

Ein geänderter Prozess braucht oft eine geänderte Schulung und Dokumentation. TAOM stösst das an.

Vorgang im ZielsystemZum Beispiel in Jira: „Prozess angepasst – Schulung und Dokumentation prüfen“, mit Link auf Modell und Version. Siehe Integrationen.
Oder als Karte im KanalZum Beispiel in Microsoft Teams, wenn die Firma einen Kanal eingerichtet hat.
Sichtbare RückmeldungÜbertragen ja oder nein – mit Grund.
Im Diagramm und im ReportingEin Kennzeichen „⚠ n offene Abweichungen aus Tests“ im Modell; im Reporting die Liste „Abweichungen aus Tests“: offen, entschieden, freigegeben, abgelehnt.
Reporting über alle Modelle – dort erscheinen auch die Abweichungen aus Tests.
Modellrechnung

Was eine Abweichung heute kostet – eine Modellrechnung

Ohne Werkzeug wird eine Abweichung gesucht, besprochen, nachmodelliert, freigegeben und weitergegeben – von mehreren Personen.

Modellrechnung, keine Messung. Alle Zeiten in dieser Tabelle sind Annahmen für einen typischen Fall. Sie zeigen den möglichen Nutzen – nicht eine gemessene Verbesserung. Den tatsächlichen Aufwand erfassen Sie in TAOM als Ist-Zeiten in den Projektzeiten; dann steht der gemessene Wert neben der Annahme.

Tätigkeit je Abweichung heute (Annahme) mit TAOM (Annahme) warum
Abweichung aus Testprotokollen herauslesen 0,5 h 0 h TAOM erkennt sie selbst
Abstimmen: vergessen, Variante oder Testweg (3 Personen à 1 h) 3,0 h 1,0 h Fall liegt mit Testfall und Modell vor; meist reichen zwei Personen
Modell nachziehen 1,0 h 0,1 h Entwurf entsteht aus dem Testfall
Freigabe einholen und dokumentieren 1,0 h 0,1 h Freigabe am Modell, Vermerk automatisch
Schulung und Dokumentation anstossen 0,5 h 0 h Vorgang oder Karte entsteht automatisch
Je Abweichung 6,0 h 1,2 h rund 80 % weniger

30 Abweichungen in einem Testzyklus 180 h 36 h rund 144 Personenstunden weniger

Modellrechnung mit Annahmen, keine Messung. Sie hängt davon ab, wie sauber der Prozess vorher beschrieben war.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet

Muss der Tester Abweichungen melden?

Nein. TAOM vergleicht den Testfall mit dem Pfad im Modell. Von Hand „passt nicht zum Modell“ setzen geht zusätzlich.

Ändert ein Tester damit das Modell?

Nein. Es entsteht nur ein Entwurf. Gültig wird er erst mit der Freigabe durch den GPO oder eine andere Rolle mit Freigaberecht.

Was passiert bei einer Ablehnung?

Die Version bekommt den Status abgelehnt und bleibt im Verlauf sichtbar. Das gilt auch für ein Modell oder eine Variante, die aus dem Reengineering entstanden ist. Der Testfall bleibt offen mit „abgelehnt – Testfall anpassen“.

Kann der Ersteller selbst freigeben?

In der Vorlage nicht (Vier-Augen-Prinzip). Der Verwalter kann die Regel „Vier-Augen bei Modellversionen“ auf „nur protokollieren“ stellen – dann steht „ohne zweite Person freigegeben“ in Verlauf und Herkunftssiegel.

Welche Lizenz brauche ich?

Das Reengineering ist Teil der Zusatzlizenz Prüfung und Test – siehe Lizenzstruktur.

Kann ich Testergebnisse per Excel zurückspielen?

Nein. Durchführung und Ergebnis bleiben in TAOM, damit Bildschirmfoto, Nachweis und Vier-Augen-Prinzip zusammenpassen.

Testen und verbessern in einem Zug.

Prozess-Reengineering ist Teil der Zusatzlizenz Prüfung und Test – je prüfender Person, eigene Laufzeit, getrennt kündbar.